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Anwendungssysteme sind lange keine Inselsysteme mehr. Kundendaten müssen beispielsweise dem Abrechnungssystem genauso zur Verfügung stehen, wie dem CRM System oder dem Warenwirtschaftssystem. Daher wurden die entsprechenden Anwendungssysteme in der Vergangenheit zumeist jeweils direkt miteinander verknüpft. Wenn man eine Zahl von Anwendungssystemen jeweils direkt miteinander verbindet, so ergibt sich die Anzahl der notwendigen Schnittstellen als quadratische Funktion der Anzahl der Einzelsysteme. Dieses heute noch übliche Vorgehen führt nach einiger Zeit zu einer hohen Anzahl von Punkt-zu-Punkt Schnittstellen, was sich belastend auf die Betriebs- und Wartungsaufwände des Gesamtsystems auswirkt. So bringt beispielsweise ein Releasewechsel bei einem der angeschlossenen Systeme das gesamte Netzwerk zum "schwingen". Um dem entgegen zu wirken, wurde in vielen Fällen sogenannte Enterprise Application Integration (EAI) Middleware eingesetzt, um die Anzahl der Schnittstellen zu reduzieren.

Damit lässt sich eine Reduktion der physikalischen Schnittstellen auf die Anzahl der Basissysteme erreichen.
Für die logischen Schnittstellen sieht die Rechnung allerdings anders aus, denn wenn die Logik zur Steuerung der Geschäftsprozesse in den Basissystemen verbleibt, ergibt sich für die Anzahl der logischen Verbindungen wieder ein ähnliches Bild wie oben inklusive aller Probleme bei Releasewechseln etc. Diesem Problem lässt sich entgegenwirken, indem anwendungsübergreifende Geschäftsprozesse ebenfalls auf die Middleware verlagert werden. In diesem Fall spricht man von Business Process Management (BPM) Plattformen, die Schnittstellentechnologien mit der Fähigkeit zur Ausführung von automatisierten Geschäftsprozessen verbinden. Serviceorientierte Architekturen (SOA) basieren ebenfalls auf diesem Ansatz.
Die Herausforderungen, die hierbei auftreten, sind die Lesbarkeit und damit die Wartbarkeit der auf diese Weise implementierten Geschäftsprozesse. Oft werden die eigentlichen Geschäftsabläufe so mit den technischen Feinheiten der Basissysteme verknüpft, dass der implementierte Gesamtprozess nicht mehr lesbar ist. Das führt zu wesentlich höheren Betriebskosten und senkt dramatisch die Agilität der Organisation, die diesen Prozess einsetzt, da Anpassung der Geschäftsabläufe mit hohem Aufwand verbunden ist.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat People at Work Systems AG ein Rahmenwerk für Geschäftsprozesse entwickelt, das die eigentlichen Geschäftsabläufe komplett von den technischen Anforderungen der angeschlossenen Basissysteme trennt.
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